Sehr ruhig haben die Vertreter der Amateurklubs die Entscheidung der DFL, die Anstoßzeiten in der 1. und 2. Bundesliga noch weiter aufzufächern, am Anfang aufgenommen. Doch langsam formiert sich auch bei den "kleinen" Klubs und den Landesverbänden der Widerstand.
Hier ein kleiner Auszug aus den Reaktionen der Vertreter des Amateursports:
"Bisher gab es eine klare Absprache zwischen den Profis und den Amateuren, dass der Sonntag dem Amateurfußball gehört. Das ist nun eine grundlegende Änderung unserer Beziehungen zueinander!", sagte der Präsident des Württembergischen Fußball-Verbandes, Herbert Rösch.
"Dem Amateurfußball wurde damit ein Bärendienst erwiesen", kritisierte Stefan Pralle, Manager des Fünftligisten SC Langenhagen, in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Dadurch, dass alle Zeitfenster vom Profifußball belegt werden, wird es für uns nicht gerade einfacher."
Ähnlich äußerte sich Jürgen Scholz von Arminia Hannover zu den zwei Sonntagsspielen um 14.45 Uhr:"Dieses Tabu ist jetzt auch gefallen. Uns fehlt einfach die Lobby in der Spitze des deutschen Fußballs."
Marco Krausz, Trainer Eintracht Norderstedt: !Das wird sich stark auswirken, besonders am Sonntagnachmittag. Welche Rechte haben die Kleinen noch? Wo das Geld sitzt, ist die Macht. Die Diskrepanz ist einfach zu groß geworden, die Schere zu weit auseinander."
Bert Ehm, Trainer SC Victoria: "Diese Zeiten sind eine Katastrophe und despektierlich uns gegenüber. Das wird erhebliche Auswirkungen haben. Wir merken jetzt schon sehr, wenn St. Pauli im TV gezeigt wird. Wenn mittags schon gespielt wird, geht keiner mehr raus."
Rüdiger Schwarz, Trainer Bergedorf 85: Die Großen haben die Macht, die nutzen sie eben. Die Zuschauerzahlen im Amateurbereich sind ohnehin rückläufig, so verstärkt sich das noch. Vielleicht sollten wir mit unseren Spielen auf morgens um vier ausweichen."
to be continued ...
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